Die private Haftpflichtversicherung zahlt nicht...

  • für die Beschädigung eigener Sachen
      
    Die private Haftpflichtversicherung zahlt nur für Schäden an fremden Sachen.

  • bei der Beschädigung gemieteter und geliehener Sachen

    Nicht versichert sind auch aufgrund von Verträgen übernommene Sachen. Hier sind insbesondere Leihe und Miete zu beachten. Nicht versichert sind daher Schäden, die man z.B. am Mietwagen, am Billardtisch im Lokal, am vom Freund geliehenen Fahrrad usw. anrichtet. In Abgrenzung zu den Miet- und Leihverträgen sind sog. Gefälligkeitsverhältnisse zu sehen, die aber nur bei enger persönlicher Bindung anerkannt sind, z.B. Schäden am Auto von Vater, am Fahrrad vom Opa usw.

  • bei Fremdschäden durch das eigene KfZ

    Für Schäden Dritter durch das eigene KfZ kommt nur und vorrangig die KfZ-Haftpflichtversicherung des Halters auf!

  • bei sog. verbotener Eigenmacht

    Wenn die Nachbarin eigenmächtig das gute Meissner Porzellan aus der Vitrine der Freundin nimmt, um zu schauen, ob sie sich erste oder nur zweite Wahl leisten kann und es dabei Scherben gibt, zahlt die Versicherung nicht!

  • bei Vorsatz

    Unversichert ist vorsätzliches Handeln. Für vorsätzliche Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen haftet die Versicherung nicht. Achtung: Vorsatz ist bereits sogenanntes billiges in Kauf nehmen, es muss nicht Absicht sein!

  • wenn ein Haftungsausschluss stillschweigend vereinbart wurde (Stichwort: Umzugshilfe!)

    Oben wurde festgestellt, dass Schäden bei Gefälligkeitshandlungen versichert sind. Doch Achtung: Für "selbstlose" Freundschafts- oder Nachbarschaftshilfen (Umzug, etwas tragen helfen) nimmt die Rechtsprechung einen stillschweigenden Haftungsausschluss des Helfers für Fahrlässigkeit an. Wenn dem Freund beim Umzug unglücklich der teure Computer aus der Hand fällt, muss niemand zahlen! Nur wer sich besonders dumm anstellt (grobe Fahrlässigkeit) haftet.

  • die Anzeigefrist für Schäden versäumt wurde

    Für die private Haftpflicht gelten besondere Schadensmeldungsfristen, bei denen es auf Absendung der Schadensmeldung ankommt: Eine Woche nach Kenntnis des Versicherungsfalls, bzw. eine Woche, nachdem der Geschädigte Ansprüche geltend macht bzw. unverzüglich, wenn der Geschädigte bereits Klage erhoben hat.